Wie Smartphones Beziehungen belasten: Mehr Streit, kaum Gespräche und schlechterer Sex

Wie Smartphones Beziehungen belasten: Mehr Streit, kaum Gespräche und schlechterer Sex

Hamburg, 27. März 2018: Die bevölkerungsrepräsentative ElitePartner-Studie 2018 hat Paare gefragt, wie sich Smartphones und soziale Medien auf ihre Beziehung auswirken – mit erschreckenden Ergebnissen. Viele Paare unterhalten sich wegen ihres Smartphone-Konsums weniger, bei jedem zehnten gibt es deshalb regelmäßig Streit. Ein Viertel aller Frauen liest heimlich Nachrichten des Partners. Und jungen Männern fällt es durch Instagram und Co besonders schwer, sich von ihren Ex-Partnerinnen zu lösen.

Mehr Streit und schlechterer Sex –Smartphones sorgen in Beziehungen für Stress
Die Ergebnisse der ElitePartner-Studie 2018 machen deutlich: Smartphones haben das Potenzial, Beziehungen zu zerstören. Einen positiven Effekt sehen nur die 15 Prozent, denen die mobilen Geräte in der Beziehung eine Art „Rückzugsort“ bieten. Mehr als jedes vierte Paar (27 Prozent) gibt zu, sich in der Beziehung weniger zu unterhalten, weil beide zu viel aufs Smartphone schauen. Zwölf Prozent tun das sogar während des gemeinsamen Essens. Und in jeder zehnten Beziehung gibt es häufig (!) Streit, weil der Partner zu viel Zeit mit dem Smartphone verbringt. Allerdings kommt es noch schlimmer, denn Smartphones sorgen offenbar auch für ein schlechteres Sexleben. Acht Prozent der Paare sind sich bewusst, dass sich die mobilen Geräte im Schlafzimmer negativ auf ihr Sexleben auswirken. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen.

Der Spion, den ich liebte: Jede vierte Frau liest heimlich Nachrichten des Partners
Die meisten Paare machen aus ihrem Smartphone-PIN kein Geheimnis. Zwei Drittel der Liierten verraten ihrem Partner den Zugangscode, unter 30 Jahren sind es sogar 80 Prozent. Allerdings wäre mehr Misstrauen durchaus angebracht: Jeder Fünfte gibt zu, schon heimlich Nachrichten des Partners gelesen zu haben. Unten den Frauen bekennt sich sogar jede Vierte zum heimlichen Schnüffeln in WhatsApp-Verlauf und Co. Besonders neugierig sind offenbar die Jüngeren – 37 Prozent der Männer und Frauen unter 30 Jahren haben schon Nachrichten des Partners ausspioniert.

Ex-Partner: Jeder fünfte Mann unter 30 verfolgt online das Leben seiner Ex
Auch der Umgang mit Verflossenen wird durch Smartphones und soziale Netzwerke nicht leichter – besonders für junge Männer. Mehr als jeder vierte liierte Mann unter 30 gibt zu, dass soziale Netzwerke ihm schon einmal eine Trennung erschwert haben (26 Prozent). Unter den Frauen dieser Altersgruppe sind es 19 Prozent. Gerade junge Männer verfolgen das Leben ihrer Ex-Partnerin auch dann noch weiter, wenn sie schon in einer neuen Beziehung sind. Jeder fünfte vergebene Mann unter 30 gibt zu, sich regelmäßig die Profile und Posts seiner Ex-Freundinnen anzusehen (Frauen unter 30 Jahren: 16 Prozent). Und mehr als jedes siebte Paar in dieser Altersgruppe hatte schon Streit, weil der Partner Bilder von anderen Männern oder Frauen geliked hat (15 Prozent).

Nur jedes zweite Paar unter 30 zeigt die Beziehung offen auf Instagram & Co
Den Beziehungsstatus bei Facebook angeben, Pärchenfotos auf Instagram hochladen? Das kommt offenbar nur für jedes dritte Paar in Frage. Die Bereitschaft, die Beziehung online zu zeigen, nimmt mit dem Alter deutlich ab – zwischen 50 und 59 Jahren liegt sie nur bei 15 Prozent. Aber auch jüngere Paare halten sich mit Liebesbekundungen in sozialen Medien eher bedeckt. Erstaunlicherweise zeigt nur jedes zweite Paar unter 30 seine Beziehung offen in sozialen Netzwerken (49 Prozent).

Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner: „Die Digitalisierung verändert die Kommunikation in Partnerschaften“
„Die Digitalisierung hat belastende Auswirkungen auf den zwischenmenschlichen Umgang in Partnerschaften,“ so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. „Wenn das Offenlegen von Zugangscodes einem Liebesbeweis gleicht, digitale Eifersucht zum Streitthema wird und Paare die direkte Kommunikation miteinander vernachlässigen und stattdessen in der Virtualität leben – dann spricht vieles dafür, den Umgang mit Smartphones bewusster zu steuern. Paare sollten daher offen besprechen, wie ein kontrollierter Umgang mit diesen Medien stattfinden soll – vor allem, wie die Privatsphäre beider Partner auch innerhalb der Beziehung geschützt werden kann.“

Quelle: https://www.elitepartner.de/magazin/wie-smartphones-beziehungen-belasten.html

: https://www.elitepartner.de/magazin/wie-smartphones-beziehungen-belasten.html

Frage: „Wenn Sie einmal daran denken, welche Rolle Smartphones, Tablets, soziale Netzwerke etc. in Ihrer Beziehung spielen: Inwieweit treffen die folgenden Aussagen zu?“

Gesamt Frauen Männer Frauen, 18-30 J. Männer, 18-30 J. Mein Partner kennt den Zugangscode zu meinem Smartphone 66,6 66,8 66,4 80,6 78,9 Ich zeige meine Beziehung auch in sozialen Netzwerken (z.B. Beziehungsstatus, gemeinsame Fotos) 32,6 35,1 29,7 48,8 49,6 Smartphones führen dazu, dass mein Partner und ich uns weniger unterhalten 26,6 25,4 28,1 31,8 26,7 Ich habe schon einmal einen Ex-Partner in sozialen Netzwerken gelöscht/blockiert 23,8 26,7 20,5 44,9 43,2 Ich habe schon mal heimlich Nachrichten meines Partners gelesen 20,7 24,0 16,9 37,4 37,2 Mein Smartphone ermöglicht mir in meiner Beziehung einen »Rückzugsort« 14,5 15,8 12,8 15,7 22,9 Ich finde es okay, beim gemeinsamen Essen auf das Smartphone zu schauen 12,1 12,1 12,1 15,4 21,1 Die sozialen Netzwerke haben es mir schon einmal erschwert, eine Trennung zu verarbeiten 10,4 10,9 9,7 19,3 25,7 Ich streite mich häufiger mit meinem Partner, weil er zu viel Zeit am Smartphone oder Tablet verbringt 10,2 11,9 8,4 21,7 16,0 Ich verfolge das Leben meines Ex in sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram etc.) 9,2 9,6 8,7 16,3 19,7 Die häufige Beschäftigung mit dem Smartphone wirkt sich negativ auf unser Sexleben aus 7,9 7,7 8,1 10,5 11,9 Ich habe mich schon mit meinem Partner gestritten, weil er Bilder von anderen Frauen/Männern geliked hat 7,0 7,8 6,1 14,9 15,4

Befragt wurden 3.750 Liierte (erwachsene deutsche Internetnutzer). Angaben in Prozent.

Wenn Sie detaillierte Daten der ElitePartner-Studie wünschen, sprechen Sie uns bitte an!

Über die ElitePartner-Studie

Die Zahlen in dieser Pressemitteilung stammen aus der bevölkerungs-repräsentativen ElitePartner-Studie, einer der größten Partnerschaftsstudien Deutschlands. Die Online-Partnervermittlung veröffentlicht die Studie seit dem Jahr 2005 in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau und Maaß. Für die vorliegende 22. Erhebungswelle wurden im Oktober/November 2017 insgesamt 11.868 erwachsene deutsche Internetnutzer (keine ElitePartner-Mitglieder) befragt. Die Ergebnisse wurden bevölkerungs-repräsentativ quotiert und gewichtet nach Alter und Geschlecht sowie Bundesland. Alle Studienbände unter: elitepartner.de/studie: https://www.elitepartner.de/studie.

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